Licht und Farbe in der Elementaren Gesundheitspflege im Konzept der Elementartherapie nach Erna Weerts®

 

In den letzten Jahrzehnten werden zunehmend die positiven Wirkungen, welche von Licht und Farben auf unsere körperliche und seelische Gesundheit ausgehen, in der Therapie und in der Gesundheitspflege genutzt. Verschiedene Farb- und Lichttherapien sind entstanden, auch die verschiedenartigen Einflüsse von Farben und Licht in Räumen, in denen sich beispielsweise Kinder und Kranke aufhalten, werden immer mehr beachtet und bisherige Defizite verdeutlichen sich.

Spezielle Farbbehandlungen gehören in den Bereich der Therapien. Aber auch in der Elementaren Gesundheitspflege, einem Teilbereich im Konzept der Elementartherapie nach Erna Weerts, werden durchaus die generellen, gesundheitsfördernden Wirkungen der Farben thematisiert und verwendet. Elementare Gesundheitspflege bezieht sich dabei auf die Forschungsergebnisse der Meridianfarbtherapeutin Christel Heidemann, die in eigenständiger Weise die traditionelle chinesische Lehre von den Meridianen und die Tastdiagnostik nach Professor Wilhelm Kohlrausch mit den modernen geisteswissenschaftlichen Untersuchungen zur Farbe durch Rudolf Steiner verbunden hat. Letzteres lieferte ihr den Schlüssel zu den konkreten Anwendungen und zu einem tieferen Verständnis der Farbwirkungen. Rudolf Steiner hat sich bereits als Student und später immer wieder mit den Phänomenen von Licht und Farbe und ihren Wirkungen befasst. Seine Auseinandersetzung mit der Goetheschen Farbenlehre ist in der großen Kürschnerschen Nationalausgabe dargelegt.

Die Waldorfschulen und andere anthroposophische Einrichtungen haben danach ihre Räume ausgestaltet. Sie verwenden dabei von Anfang an beim Auftragen der Farbe die sogenannte Lasurtechnik, die eine abwechslungsreiche und belebende Wandgestaltung ermöglicht. Diese findet in letzter Zeit generell weite Verbreitung. Neuerdings sind diese Anregungen durch Professor Karl-Dieter Bodack auch in die farbliche Gestaltung der modernen Fernzüge der Bundesbahn einbezogen worden. Es gibt unerschöpflich viele Möglichkeiten, die gesundenden und ausgleichenden Wirkungen der Farben am Menschen und seiner Umwelt zur Geltung zu bringen. Die Elementare Gesundheitspflege möchte dazu nach ihren Möglichkeiten einen Beitrag leisten.

In letzter Zeit ist die Frage aktuell geworden, inwieweit Licht und Farben innerhalb unseres eigenen Organismus für die Gesundheit Bedeutung haben. Dass bei Gesundheit und Krankheit der Wärmehaushalt unseres Körpers eine wichtige Rolle spielt, ist allgemein bekannt. Erst seit dem letzten Jahrhundert wissen wir Genaueres von dem Vorhandensein des Lichtes innerhalb unseres Leibes. Wenn im Folgenden von Licht gesprochen wird, ist jeweils das Farbenspektrum mit gemeint. Dieses Licht im menschlichen Organismus ist in einer außerordentlich schwachen Intensität physikalisch messbar und ist für unsere Augen ohne technische Hilfsmittel nicht wahrzunehmen. Es ist dennoch für unsere Gesundheit von großer Bedeutung.

Licht in unseren Zellen
Der russische Embryologe Alexander Gurwitsch entdeckte als erster das Vorhandensein von Licht in den Zellen von Zwiebelknollen. Er wurde damals von seinen wissenschaftlichen Kollegen nicht anerkannt, weil seine Forschung der von Vorurteilen geprägten Anschauung seiner Zeit widersprach. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch innerhalb des Gebietes von Lichtwirkungen auf den lebenden Organismus ein breites Forschungs- und Anwendungsfeld ergeben, durch welches auch die Ergebnisse von Gurwitsch ihre späte Rechtfertigung fanden. Vor über 25 Jahren hat die neu entstandene Biophysik das Licht in lebenden Organismen nachweisen können. Dies ist vor allem der Pionierarbeit von Prof. Fritz-A. Popp zu verdanken. Er konnte in seinen Untersuchungen aufweisen, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Auftreten der von ihm so genannten Biophotonen nicht als biologisch bedeutungslose Chemiluminiszenz bei der Entstehung chemischer Zellprozesse abgetan werden kann, wie dies z. B. die Vertreter der so genannten Imperfektionstheorie annehmen, wonach Lebewesen ständig Fehler machen und diese korrigieren müssen. Biophotonen sind vielmehr die Impulsgeber für höchst intelligent koordinierte Zellprozesse. Dies impliziert nicht nur die Frage nach einem neuen Verständnis der Evolutionstheorie, sondern auch nach der Bedeutung der Biophotonen für Diagnostik von Krankheit und Gesundheit, sowie für Pflege und Gesundheitspflege.

An dieser Stelle soll der Bedeutung des Lichtes für die Pflege, konkret für die Elementare Gesundheitspflege kurz nachgegangen werden, welche die Gesundheits- und Krankenpflegerin Erna Weerts aus den originären Handhabungen der Pflege Mitte der 80er Jahre im Rahmen des Konzeptes für Elementartherapie entwickelt hat. Die Anwendungen werden mit den Händen ausgeführt, teils als Streichungen des Leibes, teil als Handauflegungen. Sie erreichen ihre Wirkung auf physiologischer Basis mittels körpereigener Wärme und der erst durch neuere Messungen nachweisbaren, impulsierenden Lichtausstrahlungen der Handflächen. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Handauflegungen von Heilern und Menschen, die mediale Kräfte oder Kraftfelder einsetzen. Elementare Gesundheitspflege will nicht zusätzliche mediale Kräfte auf die Menschen herabziehen. Sie geht davon aus, dass solche die Gesundheit erhaltenden und wiederherstellenden Kräfte bereits in der genannten Licht- und Wärmewirkung enthalten sind. Die bedeutsamen Ergebnisse der Biophotonenwissenschaft können dabei ein Basiswissen zur besseren Verstehbarkeit dieser Behauptung abgeben. Erstere muss sich natürlich auf die Beschreibung der messbaren, von Popp so genannten Biophotonen, ihre verschiedenen Eigenschaften und Wirkungen beschränken. Ihre erstaunlichen Entdeckungen der intelligenten Lichtwirkungen der Biophotonen im menschlichen Organismus und in anderen Lebewesen machen jedoch deutlich, dass Licht ein grenzüberschreitendes Phänomen darstellt, welches Eigenschaften hat, welche unsere sinnlich-irdische Welt und damit auch die Möglichkeiten der Naturwissenschaften übersteigen. Deshalb ist es sinnvoll, auch eine nichtsinnliche, d.h. eine geistige Betrachtungsweise des Lichtes, wie sie wissenschaftlich zuerst in Goethes Farbenlehre versucht und von Rudolf Steiner als seinem kompetenten Interpreten weitergeführt wird, in die Betrachtung hineinzunehmen.

Intrazelluläre Lichtwirkungen
Prof. Fritz-Albert Popp, der Pionier der Biophotonenforschung, konnte bereits vor über 25 Jahren mit einem hochempfindlichen Messgerät nachweisen, dass lebende Wesen nachhaltig geringe Lichtquanten, die Biophotonen, abgeben. Für ihn liegt das eigentlich Revolutionäre in der Erkenntnis, dass es im Bereich des Lebens durch innere Lichtwirkung eine solche, die Lebensprozesse steuernde und zugleich ordnende Strahlung gibt. Diese von ihm so bezeichnete Regulationsstrahlung im menschlichen Organismus hat eine unglaublich hohe Kohärenz, die wesentlich höher als bei Laserstrahlen ist. Unter dem physikalischen Begriff Kohärenz ist hier Licht mit einer stabilen Intensität, einer stabilen Feldstärke und deshalb mit einem hohen Ordnungsgrad zu verstehen. Dies ermöglicht, dass sich Lichtwellen überlagern, mit einander kommunizieren und eine nachhaltige Präsens im Organismus haben. Sie können selbst ordnungsbildend in Zellverbänden wirken und Informationen übertragen, wie Marco Bischof in seinem Buch: „Biophotonen, das Licht in unseren Zellen“ ausführt. Es konnte inzwischen nachgewiesen werden, dass wenigen kohärenten Lichtquanten im UV-Bereich bei der Steuerung und Impulsierung der Aufbau- Lebens- und Regenerierungsprozesse im Organismus eine hohe Bedeutung zukommt. Die dabei entstehenden Lichtimpulse geben hochintelligente Signale an die Zellverbände weiter. Die Geschwindigkeit dieser Signale übersteigt jedes menschliche Vorstellungsvermögen. Ein einzelnes Biophoton kann 100 000 Reaktionen pro Sekunde in einer Zelle auslösen und sich mit Lichtgeschwindigkeit anderen Zellen eines Zellverbandes mitteilen. Auch im natürlichen Sonnenlicht ist dieses kohärente Licht enthalten.

Es bedarf erstaunlicherweise nur weniger Lichtquanten, um diese Wirkungen zu erreichen. Es ist nun naheliegend, die geringe, durch die biophotonischen Messungen nachweisbare Lichtabgabe der Handflächen zur Aktivierung dieser heilsamen Ordnungskräfte in der Pflege einzusetzen. Dies wird in der Elementaren Gesundheitspflege mit Erfolg praktiziert. Die wohltuenden Wirkungen ihrer Anwendungen sind bereits nach wenigen Minuten erfahrbar.

Ist auch die leibeigene Wärme ein ordnendes Element?
Bei den Anwendungen der Elementaren Gesundheitspflege wird auch leibeigene Wärme eingesetzt, welche in den Messgeräten als elektromagnetische Wellen im infraroten Spektrum erscheinen. Dabei überwiegt die durch die Handflächen abgegebene Infrarotstrahlung das sonstige, abgegebene Lichtspektrum. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass die Wärmestrahlung sich im Organismus so verhält, dass man von einer Art harmonischen Zusammenwirken mit dem Licht sprechen kann. Die gewöhnliche, an leblosen Objekten, wie z.B. einem Ofen oder einer elektrischen Heizdecke auftretende Wärme hat diese regulativen, nachhaltigen Eigenschaft nicht, sie ist nachweislich überwiegend chaotisch. Anders ist es beim pflegenden Einsatz der Hände. Für den Physiker überraschend ist diese „lebendige“ Wärme kohärent. Für den Physiker widerspricht nämlich das Auftreten von kohärenter Wärme der die an der Mechanik entwickelten Wärmetheorie. Er sieht sich vor das Dilemma gestellt, entweder die bisherige physikalische Wärmetheorie zu revidieren oder die leibeigene Wärme als Nicht-Wärme zu bezeichnen. Wie auch immer er sich entscheidet, die Tatsache bleibt bestehen, dass diese Infrarotstrahlung der Hände tatsächlich kohärent und regulativ ist. Auch wenn dies bisher noch nicht eindeutig untersucht werden konnte, liegt für Popp die Vermutung nahe, dass auch die Infrarotstrahlung gegenüber den Zellverbänden dieselbe Ordnungseigenschaft hat, wie sie z. B. das UV-Licht besitzt. Neben dieser Eigenschaft wirkt die Wärme, wie bekannt ist, auch weitend und lösend. Sie spielt deshalb auch bei der Förderung der Kapillardurchblutung eine besondere Rolle.

Die langjährigen, bisher in der Elementaren Gesundheitspflege gemachten Erfahrungen können diese Vermutung bestätigen. Für pflegerische Wirkungen, die durch die eigene Anschauung und Erfahrung offenkundig werden, braucht es für den Betroffenen keine weiteren Beweise. Er spürt diese Wirkung ja am eigenen Leib, er erfährt und erlebt sie in der Selbstwahrnehmung. Es geht für ihn nicht darum, nachträglich zu beweisen, was er selbst durch Erfahrung wissen kann. Es geht aber um die Einsicht in das eigentliche Wesen von Licht und Wärme sowie in die Art und Weise ihrer Wirksamkeit. Hierzu können die natur- und geisteswissenschaftliche Untersuchungen sich ergänzen, wenn sie sich als Teilbereiche einer umfassenden physisch-geistigen Wirklichkeit verstehen. Das Zusprechen gegenseitiger Anerkennung und das Finden einer „kompatiblen“ Sprache ist Zukunftsaufgabe, von der unser Fortschritt in den Wissenschaften abhängt.

Überlegungen zum Begriff des Lichtes und der Wärme
In der Physik versteht man seit Newtons Untersuchungen zur Optik bis heute das so genannte „weiße“ Licht, wie es aus der Sonne zu uns kommt, als ein rein physikalisches Phänomen, das durch Brechung in Farben zerlegt werden kann. So nützlich diese Auffassung für die Optik geworden ist, so wahr ist es dennoch, dass Newtons Experimente mit dem „weißen Licht“ auch ganz anders erklärt werden können, als Newton dies tat. Denn es besteht durchaus die von Newton nicht berücksichtigte Möglichkeit zu sagen: Das in der physischen Wirklichkeit sich zur Erscheinung bringende weiße Licht ist zusammengesetzt aus verschiedenen Farben. Das würde aber bedeuten, dass das weiße Licht in Wirklichkeit keine konkrete, sondern eine abstrakte Einheit, eben eine Mischfarbe darstellt. Jedenfalls darf das physische, „weiße“ Licht der Sonne nicht von vornherein, wie es seit Newton die Physik tut, mit dem Begriff des Lichtes als solchem identifiziert werden. Hier könnte jemand behaupten, diese Überlegung sei eine bloß theoretische und habe keine weitere Bedeutung. Aber es ist schwer einzusehen, dass die Frage nach der Wahrheit einer wissenschaftlichen These ohne Belang sein sollte. Die Nützlichkeit von Newtons Auffassung für die Optik kann nicht bestritten werden. Aber was nützlich ist, muss deshalb nicht auch wahr sein. Sowohl die Wissenschaftsgeschichte als auch das praktische Leben zeigen, dass es auch nützliche Irrtümer oder Teilwahrheiten geben kann.

Licht ist nicht nur ein elektromagnetisches Phänomen
Die geisteswissenschaftliche Betrachtung zeigt: Licht kann nicht einfach mit seiner physischen Erscheinungsform als elektromagnetische Welle identifiziert werden, wie es nach der Entstehung der „Wellentheorie“ geschehen ist. Die Forschungen Rudolf Steiners haben zum Ergebnis, dass Licht und Farben zugleich geistige und physische Phänomene sind. Der physischen Wissenschaft fällt die Aufgabe zu, die „Außenseite“ des Lichtes zu untersuchen. Diese zeigt sich als elektromagnetische Welle. Wir wissen seit den Untersuchungen von Hertz, dass auch der Verbreitung der elektromagnetischen Wirkungen die selben Gesetze zu Grunde liegen wie der Verbreitung der Lichtwirkungen, seien diese nun farbig oder weiß. Die Geisteswissenschaft ihrerseits kann aufweisen, dass die elektromagnetischen Wellen als ein Medium für die Bewegung des Lichtes im dreidimensionalen Raum verstanden werden müssen und deshalb Licht mit elektromagnetische Wellen nicht gleichgesetzt werden kann. Licht ist seinem Wesen nach eine geistige Entität. Es weist in seiner sinnlichen Offenbarung über sich hinaus auf eine andere, nicht sinnlich erfassbare Wirklichkeit. Es wäre ja auch unwahrscheinlich, dass elektromagnetische Wellen aus sich heraus jene übermenschliche, hohe Intelligenz und Weisheit besitzen, von welcher oben die Rede ist. Eine unbefangene Betrachtungs- und Denkweise wird eher zu dem Ergebnis kommen: Die für uns wahrnehmbaren Lichtphänomene sind ihrer Herkunft nach kosmischer Natur und können deshalb physikalisch nur soweit untersucht und physikalisch beschrieben werden, wie sie sich in unserer realen Welt offenbaren. Es ist eigentlich selbstverständlich, dass die moderne Physik dafür keinen umfassenden Begriff hat. Alle Licht- Forschungen bewegen sich im Grenzgebiet naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Erkenntnismöglichkeit. Denn was nicht mehr der sinnlichen Welt angehört, kann zutreffend mit dem Begriff „Geist“ als Inhalt einer übersinnlichen, konkreten Welt bezeichnet werden.

Wo Goethe recht hatte
Bereits Goethe hat sich in seiner Farbenlehre, wo er von konkreten Lichtphänomenen handelt, ohne dies allerdings direkt auszusprechen, immer auf einen geistigen Lichtbegriff bezogen, der jenseits der physikalischen Anschauung liegt. Rudolf Steiner, der wohl beste Kenner und Interpret der Goetheschen Farbenlehre, ist durch seine eigenen Möglichkeiten geistiger Erforschung zu der Auffassung vorgedrungen, dass „Licht“ und „Finsternis“, aus deren Zusammenspiel nach Goethe die Wunderwelt der Farben entstehen, hier als konkrete, geistige Entitäten verstanden werden müssen. Das Missverständnis in diesem Punkt habe notwendig die Ablehnung von Goethes Anschauungen zur Folge gehabt. Die Farbenlehre Goethes bewege sich in einem Gebiet, welches die Begriffsbestimmung der Physiker gar nicht berühre. Allerdings hat auch Goethe selbst durch seine unberechtigte pauschale Zurückweisung der Optiklehre Newtons zu seiner eigenen Ablehnung durch die Physiker beigetragen. Er selbst hat später diesen Missgriff bedauert.

Dieser überflüssige und schädliche Streit berührt aber nicht den Kern seiner Farbenlehre, den er im „Entwurf einer Farbenlehre“ als Ergebnis einer mehr als 40jährigen Lebensarbeit dargelegt hat. Darin geht Goethe von der Objektivität der Farben aus. Die geisteswissenschaftlichen Forschungen Rudolf Steiners geben Goethe in diesem Kernstück seiner Farbenlehre recht. Darin lässt sich bestätigen, dass „weißes“ Licht tatsächlich eine Mischfarbe ist. Die Farben sind für das Zustandekommen des Sonnenlichtes konstitutiv. Konstitutiv kann aber nur sein, was eine objektive Wesenheit ist.

Zusammenfassung
Farben sind in der Welt ebenso objektiv vorhanden wie das Licht. Man kann sie von Licht nicht trennen. Es gibt keine Farben ohne das Licht. Sie werden vom Licht zur Erscheinung gebracht, indem es sich, wie es Goethe ausdrückt, mit dem Nicht-Licht, der von ihm allerdings geistig verstandenen Finsternis auseinander setzt. Treten Licht und Farben in unsere sinnliche Welt ein, so bedienen sie sich der elektromagnetischen Wellen. Diese sind nicht selbst das Licht oder die Farbe, sondern nur deren Träger. Sowohl Heilungen als auch die Wirkungen der Gesundheitspflege geschehen letztlich im Zusammenwirken mit diesen kosmischen Impulsen und Gesetzmäßigkeiten. Die mit den Händen ausgeführten Anwendungen der Elementaren Gesundheitspflege sind aus diesem Grund keine bloße Pflegetechnik. Sie bedürfen eines erweiterten Bewußtwerdens für die irdisch-kosmische Wesenheit von Licht. Bereits die Wärme ist ein Grenzgänger zwischen den beiden Weltbereichen einer einheitlichen Welt. Beide Elemente tragen in sich ordnende und regenerierende Kräfte. Aber es sind Kräfte, die den Behandelten nicht überwältigen, sondern in seiner Freiheit respektieren. Sie rufen ihn dadurch zur inneren und äußeren Eigenaktivität auf.