Zur Entstehung der Elementartherapie nach Erna Weerts® und der Arbeitsgemeinschaft für Elementartherapie e.V.

Die Pflege besitzt alle Urformen heilsamer Unterstützung. Neue Erkenntnisse der interdisziplinären Forschung zu den Grundregulationen geben der Pflege neue Möglichkeiten, diese Urformen zu verstehen, kompetent zu begründen und anzuwenden.

Angeregt durch diese wissenschaftlichen Ergebnisse und durch viele Gespräche mit Pflegenden entwickelte Erna Weerts, Gesundheits- und Krankenschwester, Therapeutin und Referentin für Fortbildung in der Pflege, seit Mitte der 80er Jahre elementare, das heißt originäre, grundständige Anwendungsformen in Berühren, Wärmen und Bewegen weiter und brachte sie in einfaches "praxisbezogenes System".

In der Praxis erweisen sich die einfachen Anwendungen bereits nach wenigen Minuten als erstaunlich wirksam.

Von Christel Heidemann, einer Freiburger Lehrerin für Physiotherapie und Farbtherapie, hatte Erna Weerts seit 1982 eine differenzierte Ausbildung in den reflektorischen Gesetzmäßigkeiten im menschlichen Leib erfahren und die Tast-Diagnostik nach Prof. Kohlrausch erlernt. Dieses erweiterte Wissen zu den Phänomenen in der Pflege ermöglichte ihr die Veranlagung der Elementartherapie als einer originären Pflegetherapie „zur Wiederherstellung der Ordnung lebendiger Prozesse“ (Christel Heidemann).

Die beiden grundlegenden pflegetherapeutischen Behandlungsmethoden der Elementartherapie sind die Regulative Wärmestimulation und die Minimale Bewegungsstimulation. Sie können als Pflegetherapie sowohl in der institutionellen Pflege, als auch in der Gesundheitspflege oder als Therapie nach Verordnung des Arztes praktiziert werden.

Im Mai 1997 gaben Gespräche am Rande einer medizinischen Tagung den Anstoß, der konzeptionellen Idee der Elementartherapie durch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins eine institutionelle Trägerschaft zuzuordnen. So entstand im Oktober 1997 die Arbeitsgemeinschaft für Elementartherapie e.V.. Sie hat sich als Ziele gesetzt, die Elementartherapie als originäre Pflegetherapie bekannt zu machen, sie in der klinischen, ambulanten und privaten Pflege sowie in der Gesundheitspflege einzuführen und die Anerkennung als pflegetherapeutische Leistung bei den Krankenkassen zu erreichen.

Von Anfang an wurde in das Konzept die humanitäre Betätigung und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit aufgenommen. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind, unterstützt von namhaften Stiftungen und Spendern, in der ukrainischen Gesundheitspflege vor allem für Tschernobyl-geschädigte und andere kranke oder gesundheitlich beeinträchtigte Kinder tätig.

Seit 1999 führt die Arbeitsgemeinschaft jährlich im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit in Münster i. W. Akademietagungen mit wissenschaftlichen Beiträgen zum besseren Verständnis der elementartherapeutischen Wirksamkeit durch. Hier treffen sich Professoren und andere Wissenschaftler aus den Bereichen der Medizin, Physik und Biophysik, der Sprache und der Pflege mit Pflegenden, Unterrichtenden und Interessenten zum interdisziplinären Dialog.

Seit 1997 wird die Elementartherapie von Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten anerkannt und begleitet. Bisher wurde Elementartherapie in einzelnen Kliniken, Krankenhäusern, Altenheimen und anderen Einrichtungen unterrichtet. Die bisherigen positiven Ergebnisse empfehlen eine Integration der elementar-therapeutischen Anwendungen in die Kranken- und Altenpflegeausbildung, in die therapeutische Praxis und in die Förderung der Gesundheitspflege.